Löwenzahn

Unter dem Begriff „gewöhnlicher Löwenzahn“, ist eine Gruppe von Pflanzen bekannt, die sich sehr ähnlich und stark miteinander verwandt in der Gattung Löwenzahn (Taraxacum) aus der Familie der Korbblütler sind. Meist nennt man diese auch nur „Löwenzahn“.


Eine ausdauernde, krautige Pflanze ist der Löwenzahn, zwischen 10 cm und 30 cm kann er hoch werden. Alle seine Bestandteile enthalten einen weißen Milchsaft, auch die 10 bis 30 cm langen, eher eiförmigen Blätter. Diese sind unregelmäßig stark gelappt, tief eingeschnitten und gezahnt.


Sehr auffällig sind seine gelben Blüten. Vor allem Kinder erfreuen sich an der Frucht des Löwenzahn, der so genannten „Pusteblume“. Die Pusteblume besteht aus Samen, welche (typisch für Korbblütler) am Fruchtknoten befestigt sind und über den Wind ausgebreitet werden. Dies geschieht durch Schirmflieger an den Samen. Nicht selten sieht man Kinder die Aufgabe des Windes übernehmen und die Samen herunter pusten.

Die Hauptblütezeit des Löwenzahn in Mitteleuropa ist April bis Mai, vereinzelt sind Blüten bis in den Herbst hinein zu finden.

Ursprünglich stammt die auffällige Pflanze aus dem westlichen Asien und Europa, ist mittlerweile aber (auch durch menschliches Zutun) bis auf die nördliche Halbkugel vorgedrungen und dort weit verbreitet.
In Mitteleuropa ist er in Gärten, auf Wiesen und an Wegrändern ein häufig auftretendes Wildkraut. Er besiedelt schnell Brachflächen, Mauerritzen und Schutzhalden, denn er ist sehr anpassungsfähig. So stellt er sich beispielsweise auf seine Umgebung ein: An Hängen sind Blätter und Stiele sehr lang. An häufig gemähten Wiesen sehr kurz.
Der Löwenzahn gedeiht in Gebieten mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 5 bis 26°C.

Löwenzahn als Nahrungsmittel

Die gelben Blüten des Löwenzahn dienen zur Herstellung eines wohlschmeckenden, honigähnlichen Sirups oder Gelees, welchen man als Brotaufstrich verwenden kann.
Als Salat kann man die jungen, nur leicht bitter schmeckenden Blätter zubereiten. Dieser gilt als Delikatesse, wird er mit einer Speck – Rahmsauce serviert.
In der Nachkriegszeit stellte man aus der getrockneten Wurzel einen Ersatzkaffee her (Zichorienwurzelersatz).