Amaryllis

Die Amaryllis oder der Ritterstern

Die Pflanze, die Sie wahrscheinlich als „Amaryllis“(Hippeastrum) kennen, heißt eigentlich „Ritterstern“. Der Ritterstern ist eine Zwiebelpflanze, die als Zimmerpflanze weit verbreitet ist. Diese Pflanze gehört zur Familie der Amaryllisgewächse.
Die „echte“ Amaryllis nennt man Belladonnalilie, was natürlich noch mehr verwirrt.

Heimat des Rittersterns ist Südamerika. Seine Blüten sind sehr auffällig – es sind ein bis zwei Blütenschafte, welche mit drei bis vier prächtigen Blüten, ähnlich der Größe einer Lilienblüte, besetzt sind. Der Durchmesser der Blüte beträgt bis zu 12 cm. Die bekannteste Sorte blüht kräftig rot, es gibt jedoch auch andere Blütenfarben, sogar Kombinationen mit Sprenkeln. Die Blüten wachsen an einem Stiel, der bis zu 90 cm hoch werden kann.
Die häufig mit ihm verwechselte Amaryllis stammt aus Südafrika.

Man unterscheidet drei Vegetationsphasen:

  • Die Blühphase (im Winter),
  • die darauf folgende Wachstumsphase (Frühjahr/ Sommer) und
  • die Ruhephase im Herbst.

Diese Phasen erfordern unterschiedliche Pflege:

Im Winter sollte man die Pflanze im Zimmer, im Frühjahr/ Sommer im Freien platzieren. Im Herbst bietet sich ein dunkler Keller an. Man muss unbedingt nach der Blütezeit auf eine gute Pflege achten, sonst wird der Ritterstern im nächsten Jahr nicht mehr blühen.

Der Ritterstern benötigt wenig Wasser, bei zu viel Wasser kann die Zwiebel faulen. Nicht gegossen werden sollte er bis zum deutlichen Austrieb der Pflanze aus der Zwiebel.

Düngen Sie nur während der Wachstumsphase einmal pro Woche mit Volldünger.
Die Lagerung der Zwiebeln, die ruhen, sollte möglichst dunkel sein.


Achtung:

Der Ritterstern ist hochgradig giftig (vor allem die Zwiebel) und eignet sich nicht zum Verzehr, wie beispielsweise Lilien es tun! Bei Vergiftung mit dieser Pflanze können Symptome wie Erbrechen, Durchfall, starker Schweißausbruch, ein erhöhter Speichelfluss, sowie Benommenheit auftreten. Auch Lähmung oder Schädigungen der Niere können vorkommen.
Bei Hautkontakt mit dem Ritterstern kann es zu Hautreizungen kommen. Aus diesem Grund sollten Familien mit Kindern diese Pflanze nicht halten.
Genauso giftig ist sie für Tiere.